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„Josef Suk Ensemble“

Bei den Mitgliedern des Ensembles handelt es sich um Künstler, die das seltene Privileg hatten, mit dem außergewöhnlichen tschechischen Geigenvirtuosen Josef Suk auf der Bühne und bei Aufnahmen im Studio sowohl innerhalb Tschechiens als auch im Ausland zusammenzuarbeiten. Jan Adamus, führender tschechischer Oboist und Dirigent, war treibende Kraft bei der Gründung des Ensembles.

Zusammen mit Josef Suk interpretierte er z.B. die Doppelkonzerte von Bach und Vivaldi für Geige und Oboe. Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit war die Aufnahme der „Barocken Geigen und Oboenkonzerte“ für die Firma Supraphon. Die Pianistin Kvìta Novotná begleitete Josef Suk oft bei Recitals in der Tschechischen Republik und in Österreich u.a. bei den Salzburger Festspielen. Diese drei Künstler wirkten gemeinsam auch als Trio auf Konzerten in Tschechien und den deutschsprachigen Ländern.

Auch die Streicher des Ensembles entwickelten sich künstlerisch unter dem Einfluss der Persönlichkeit Josef Suks, seiner interpretatorischen Meisterschaft, die ihm auch durch Familientradition gegeben war – der Großvater des Geigers, Schüler und Schwiegersohn Antonín Dvoøáks, war der Komponist Josef Suk. Der Zauber des persönlichen Kontaktes mit Josef Suk bei der gemeinsamen Arbeit an der Gestaltung der Interpretationen - der Tonkultur, die in der Welt am meisten geschätzte Qualität Suks - bietet die Garantie, dass die Künstler dieses Ensembles die besonderen Suk`schen hinreißenden Interpretationsqualitäten in direkter Weise fortsetzen.

Ihre außergewöhnlichen solistische Qualitäten ermöglichen ihnen ein breites Spektrum, sowohl von Solo- als auch von Kammerkompositionen in variabler Besetzung vom Trio bis zum kleinen Kammerorchester. Es handelt sich vor allem um Kompositionen böhmischer Barockmusik, Mozarts Serenaden, Divertimenti, barocke Doppelkonzerte und um Kammerkompositionen von J.Suk und A.Dvoøák. Diese Stücke interpretiert das Ensemble in zwei verschiedenen Besetzungen.

 

Jan Adamus – Oboe, Englischhorn

Jan Adamus gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen Interpreten der klassischen Musik. Seine Bandbreite erstreckt sich über das Oboenspiel, das Dirigieren bis zur Musikwissenschaft. Im Jahr 1977 nahm er am Wettbewerb des Prager Frühlings teil, bei welchem er den ersten Preis im Bereich Oboe gewann. Der Sieg ebnete ihm den Weg zu den bedeutendsten Podien im In- und Ausland.

Er konzertierte unter anderem im Salzburger Festspielhaus, Am Gasteig in München, in der Nürnberger Meistersingerhalle, in Spanien, Kuba, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und zusammen mit Josef Suk im Dvoøák-Saal im Prager Rudolphinum im Rahmen des Festivals Prager Frühling. Ebenfalls mit Josef Suk nahm er seine erste CD in der damaligen Tschechoslowakei auf.

Gegenwärtig widmet sich Jan Adamus auch dem Dirigieren. Er nahm Privatunterricht im Dirigieren bei Leoš Svárovský, Professor der Prager Akademie der musischen Künste (AMU). Er ist darüber hinaus auch im Bereich der Konzertorganisation tätig und im Jahre 2013 war er Künstlerischer Leiter des „Festivals Mitte Europa“. Auf dem Gebiet der Musikwissenschaft erschienen von ihm bei dem Schweizer Verlag Edition Kunzelmann Oboenkonzerte von Carlo Besozzi und Joseph Reicha.

 

Jana Vonášková - Violine

Die in Pilsen geborene Künstlerin stammt aus einer musikalischen Familie. Noch vor ihrem fünften Geburtstag begann sie mit dem Geigenspiel, studierte später am Prager Konservatorium bei Jindøich Pazdera, am Royal College of Music in London bei Felix Andrievsky und an der Akademie der musischen Künste in Prag bei Václav Snítil.

Im Jahr 2000 gewann sie den Internationalen Wieniawski-Lipinski-Wettbewerb für junge Geiger im polnischen Lublin. Im darauffolgenden Jahr wurde sie in Straßburg mit dem Europäischen Preis für Musik ausgezeichnet. Weitere Wettbewerbserfolge folgten wenig später in London sowie bei einem Festival im französischen Cambrai. Jana Vonášková hat für den Tschechischen Rundfunk, das Tschechische Fernsehen, für BBC Radio 3, Radio Classique Frankreich und NHK TV Japan aufgenommen.

Sie tritt regelmäßig mit ihrem Bruder, dem Pianisten Petr Novák, sowie mit der Pianistin Irina Kondratenko auf. In den Jahren 2003-2012 war sie Mitglied des Smetana Trios. Ihre zahlreichen Aufnahmen für Supraphon wurden von der inländischen und ausländischen Kritik hoch gelobt. Jana Vonášková spielt ein Meisterinstrument des Pilsner Geigenbauers Petr Sedláèek. In den letzten Jahren wirkt sie regelmäßig als Dozentin bei Violinkursen in Domažlice.

 

Marie Fuxová – Violine

Marie Fuxová fing unter Leitung ihrer Mutter mit dem Violinspiel an und trat schon mit elf Jahren als Solovirtuosin, begleitet von der Janáèek Philharmonie Ostrava, auf. Seit dieser Zeit bekam sie eine Reihe von Auszeichnungen: erste Preise auf dem Wettbewerb der Konservatorien der Tschechischen Republik, auf dem Internationalen Kocián Violinwettbewerb und beim Wettbewerb der Bohuslav Martinù Stiftung, von wo sie auch den Preis für die beste Interpretation des Werks von Bohuslav Martinù mit nach Hause brachte. Einen besonderen Preis erhielt sie beim Beethovenwettbewerb in Hradec nad Moravicí und beim internationalen Violinwettbewerb H.Marteau, auf Kursen im österreichischen Semmering dann den Wiener Classic Preis.

Sie absolvierte das Janáèek Konservatorium in Ostrau und die AMU in Prag. Später studierte sie bei Prof. M.Frischenschlager auf der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Ein Stipendium ermöglichte ihr im Jahr 2004 die Teilnahme an internationalen Kursen in der Meadowmount School of Music (USA). Wertvolle Erfahrungen gewann sie in Meisterkursen führender Violinisten Tschechiens und der Welt (V.Hudeèek, Ch.Avsharian, E.Perényi, R.Ricci, S.Ships u.a.).

In den Jahren 2007-2009 war sie Mitglied des Pavel Haas Quartetts, mit dem sie in den wichtigsten Prestige-Sälen der Welt konzertierte: Wiener Konzerthaus, Salzburger Mozarteum, Concertgebouw Amsterdam, Cité de la Musique Paris, Philharmonie Köln, Wigmore Hall, Carnegie Hall New York.

Gegenwärtig tritt Marie Fuxová mit Solorecitalen auf, bei denen das Publikum nicht nur ihr bravouröses Geigenspiel, sondern auch die ausgeprägt gefühlvolle Darbietung schätzt. Sie ist auch Mitglied des Bayerisches Kammerorchesters.

 

Zbynek Païourek – Viola

Zbynìk Païourek studierte Violine am Pilsner Konservatorium, danach Bratsche an der AMU in Prag. Schon bald wurde er Mitglied des Kocian Quartetts, mit dem er 18 Jahre lang auftrat. Mit diesem Ensemble absolvierte er ungezählte Konzerte auf Weltbühnen von Rang und machte um die zwanzig CD-Aufnahmen, von denen einige bedeutende Preise gewannen. Das Oktett von F.Mendelssohn-Bartholdy, aufgenommen zusammen mit dem Pražák Quartett z.B. erhielt in Frankreich den Titel „Aufnahme des Jahres 2006“ und die Gesamtaufnahme der Streicherquartette P.Hindemiths gewann 1997 in Paris den Preis Charles Cross Award.

Im Jahr 2010 wurde er Mitglied des Martinù Quartetts. Innerhalb kurzer Zeit machte er mehrere CD-Aufnahmen mit dem Martinù Quartett sowohl in heimischer wie auch in ausländischer Produktion (Japan, Belgien). Er ist auch ein gefragter Pädagoge bei internationalen Kammermusikkursen.

Durch sein angeborenes musikalisches Gespür ist er ein ideales Bindeglied jedes Kammerensembles. Zbynìk Païourek wirkt seit 2003 als Pädagoge am Pilsner Konservatorium. Er spielt ein Instrument von Jean Baptiste Vuillaume aus dem Jahre 1880.

 

Jitka Vlašánková – Violoncello

Sie studierte auf der AMU in Prag bei A.Veètomov und M.Sádlo. Mit einem Studienaufenthalt in London bei W.Pleethe und Interpretationskursen in Siena, Weimar und in Los Angeles bei A.Navarra, E.Rautia und G.Piatigorský verlängerte sie ihre Ausbildung. Ihre Solokarriere entfaltete sich in vollem Maße nach dem Sieg im Beethovenwettbewerb in Hradec nad Moravicí und nachdem sie den 3. Platz auf dem internationalen Musikwettbewerb des Prager Frühlings gewonnen hatte. Auf dem P.Casals-Wettbewerb in Budapest wurde sie mit dem Preis für die beste Interpretation D.Poppers ausgezeichnet. Jitka Vlašánková arbeitete mit J.Suk und J.Hála zusammen. Sie konzertiert mit Recitalen in der Heimat und im Ausland. Außerdem tritt sie mit führenden tschechischen Streicherquartetten (Pražák, Panocha, Stamic) auf. Regelmäßig spielt sie für den Tschechischen Rundfunk.

Seit 1986 ist sie Mitglied des Martinù Quartetts. Das Ensemble konzertiert und macht Studioaufnahmen in ganz Europa, in den USA, Kanada und Japan. Unter anderem wurde das Ensemble mit dem Preis der MIDEM in Cannes 2004 für die beste CD des Jahres ausgezeichnet. Jitka Vlašánková wird in die Jury bei Wettbewerben gebeten (UNISA Pretoria, Liezen in Österreich). Ihre Interpretation ist auf die Ausgeglichenheit zwischen Spontaneität und rationaler Einstellung gegründet.

Sie spielt auf einem Violoncello Januarius Gagliano (18.Jhd).

 

Jiøí Valenta – Kontrabass

Jiøí Valenta studierte das Kontrabassspiel in Kromìøíž bei Miloslav Gajdoš und an dem Prager Konservatorium bei František Pošta. Das Studium hat er bei Zdenìk Benda an der Prager AMU fortgesetzt. Im Jahre 1978 hat er den František Gregoras Kontrabasswettbewerb in Kromìøíž gewonnen, dessen erster Jahrgang damals veranstaltet wurde. Nach einer kurzen Wirkung bei Prager Symphonikern ist er seit dem Jahre 1985 Mitglied der Tschechischen Philharmonie. Er hat sich an der Gründung von Kammermusikensembles Basetti Boemi und Virtuosi di basso beteiligt.

Im Jahre 1995 wurde er Pädagoge an dem Prager Konservatorium, dort ist er auch seit dem Jahre 2006 als Leiter der Kontrabassabteilung tätig. Oft wird er in die Jury bei Interpretationswettbewerben gebeten und zu Kontrabasskursen eingeladen. Als Pädagoge wirkt er in den Internationalen Kontrabasskursen in Brünn, wo er auch als Solist auftritt. Von Bedeutung war im Jahre 2005 Valentas Recital im Prager Rudolphinum. Im Jahre 2008 hat er der Einladung zum 3. Weltkontrabassfestival in Wroclav gefolgt, wo er außer der Lektorenarbeit auch als Solist aufgetreten ist.

Mit der Klavierspielerin Jana Holmanová hat er für den Tschechischen Rundfunk die Sonaten von Adolf Míšek eingespielt. Anlässlich des 200. Jahrestages der Gründung des Prager Konservatoriums hat er mit dem Pianisten Martin Kasík bei der Arbeit an der CD „200 Jahre des tschechischen Kontrabasses“ zusammengearbeitet.

 

Kvìta Novotná – Cembalo

Bereits mit fünf Jahren fing Kveta Novotná an Klavier zu spielen. Schon während ihres Studiums am Prager Konservatorium und an der AMU beim Prof. František Rauch gewann sie Preise in bedeutenden europäischen Wettbewerben (Smetanas Hradec Králové, Internationaler Wettbewerb des Prager Frühlings, Bozen, Neapel, Zwickau).

Von großer Bedeutung war für sie die Teilnahme an den Kursen von Géza Anda in Zürich, wo sie seinen Sonderpreis für die Interpretation von R.Schumanns Kompositionen gewann. Das hat sie zur Aufnahme der meisten Schumanns Klavierkompositionen auf CD bewogen. Auch hat sie zwei CDs mit Klavierstücken A.Dvoøáks eingespielt, dank deren Qualität und Einzigartigkeit sie eine gefragte Interpretin von Werken dieses Komponisten geworden ist. Einen großen Anklang hat auch ihre CD „Berühmte Klavierzugaben” gefunden. Für den Tschechischen Rundfunk hat sie zahlreiche Kompositionen als Solistin und auch als Partnerin unserer bedeutensten Künstler eingespielt. In den Jahren 1977-1995 wirkte sie an der Prager AMU und gab gleichzeitig Meisterkurse in Schweden und Finnland. Seit 1985 ist sie im Adamus Trio tätig.

Dank ihrer großen Musikbegabung, Tonkultur und natürlicher Adaptabilität ist sie eine sehr gefragte Mitspielerin bei der Durchführung des vielfältigen Konzert- und Kammerrepertoires. Mit anstrengenden Parts der Klavierliteratur tritt sie daheim und im Ausland auf (Skandinavien, Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich u.a.). Das Publikum gewinnt sie durch die perfekte Konzentration und Gefühlstiefe des Ausdrucks. Daher hinterlassen ihre Interpretationen einen tiefen Eindruck beim Zuhörer.

 

Programm


Jan Adamus
- Oboe, Englischhorn
Jana Vonášková – Violine
Marie Fuxová
– Violine
Zbynìk Païourek – Viola
Jitka VlašánkováVioloncello
Jiøí ValentaKontrabass
Kvìta Novotná - Cembalo

 

Antonio Vivaldi Konzert B-Dur für Oboe, Violine, Streicher und B.c.
1678-1741 Allegro-Largo-Allegro
   
W.A.Mozart Divertimento F-Dur KV 138
1756-1791 Allegro-Andante-Presto
   
Carlo Besozzi Konzert C-Dur für Oboe, Streicher und B.c.
1732-1791 Allegro – Andante - Allegretto
   
---- Pause ----
   
Antonín Dvoøák Zwei Walzer für Streicher op. 54
1841-1904 Moderato
  Allegro vivace
   
W. A. Mozart Adagio für Englischhorn, Streicher und Cembalo KV 580a
1756-1791  
   
Johann Sebastian Bach Konzert für Violine, Oboe und Streicher d-moll BWV 1060
1685-1750 Allegro-Adagio-Allegro

 

 

„Josef Suk Ensemble“ - kleinere Besetzung

Bei den Mitgliedern des Ensembles handelt es sich um Künstler, die das seltene Privileg hatten, mit dem außergewöhnlichen tschechischen Geigenvirtuosen Josef Suk auf der Bühne und bei Aufnahmen im Studio sowohl innerhalb Tschechiens als auch im Ausland zusammenzuarbeiten. Jan Adamus, führender tschechischer Oboist und Dirigent, war treibende Kraft bei der Gründung des Ensembles.

Zusammen mit Josef Suk interpretierte er z.B. die Doppelkonzerte von Bach und Vivaldi für Geige und Oboe. Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit war die Aufnahme der „Barocken Geigen und Oboenkonzerte“ für die Firma Supraphon. Die Pianistin Kvìta Novotná begleitete Josef Suk oft bei Recitals in der Tschechischen Republik und in Österreich u.a. bei den Salzburger Festspielen. Diese drei Künstler wirkten gemeinsam auch als Trio auf Konzerten in Tschechien und den deutschsprachigen Ländern.

Auch die Streicher des Ensembles entwickelten sich künstlerisch unter dem Einfluss der Persönlichkeit Josef Suks, seiner interpretatorischen Meisterschaft, die ihm auch durch Familientradition gegeben war – der Großvater des Geigers, Schüler und Schwiegersohn Antonín Dvoøáks, war der Komponist Josef Suk. Der Zauber des persönlichen Kontaktes mit Josef Suk bei der gemeinsamen Arbeit an der Gestaltung der Interpretationen - der Tonkultur, die in der Welt am meisten geschätzte Qualität Suks - bietet die Garantie, dass die Künstler dieses Ensembles die besonderen Suk`schen hinreißenden Interpretationsqualitäten in direkter Weise fortsetzen.

Ihre außergewöhnlichen solistische Qualitäten ermöglichen ihnen ein breites Spektrum, sowohl von Solo- als auch von Kammerkompositionen in variabler Besetzung vom Trio bis zum kleinen Kammerorchester. Es handelt sich vor allem um Kompositionen böhmischer Barockmusik, Mozarts Serenaden, Divertimenti, barocke Doppelkonzerte und um Kammerkompositionen von J.Suk und A.Dvoøák. Diese Stücke interpretiert das Ensemble in zwei verschiedenen Besetzungen.

 

Kvìta Novotná – Klavier

Bereits mit fünf Jahren fing Kveta Novotná an Klavier zu spielen. Schon während ihres Studiums am Prager Konservatorium und an der AMU beim Prof. František Rauch gewann sie Preise in bedeutenden europäischen Wettbewerben (Smetanas Hradec Králové, Internationaler Wettbewerb des Prager Frühlings, Bozen, Neapel, Zwickau).

Von großer Bedeutung war für sie die Teilnahme an den Kursen von Géza Anda in Zürich, wo sie seinen Sonderpreis für die Interpretation von R.Schumanns Kompositionen gewann. Das hat sie zur Aufnahme der meisten Schumanns Klavierkompositionen auf CD bewogen. Auch hat sie zwei CDs mit Klavierstücken A.Dvoøáks eingespielt, dank deren Qualität und Einzigartigkeit sie eine gefragte Interpretin von Werken dieses Komponisten geworden ist. Einen großen Anklang hat auch ihre CD „Berühmte Klavierzugaben” gefunden. Für den Tschechischen Rundfunk hat sie zahlreiche Kompositionen als Solistin und auch als Partnerin unserer bedeutensten Künstler eingespielt. In den Jahren 1977-1995 wirkte sie an der Prager AMU und gab gleichzeitig Meisterkurse in Schweden und Finnland. Seit 1985 ist sie im Adamus Trio tätig.

Dank ihrer großen Musikbegabung, Tonkultur und natürlicher Adaptabilität ist sie eine sehr gefragte Mitspielerin bei der Durchführung des vielfältigen Konzert- und Kammerrepertoires. Mit anstrengenden Parts der Klavierliteratur tritt sie daheim und im Ausland auf (Skandinavien, Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich u.a.). Das Publikum gewinnt sie durch die perfekte Konzentration und Gefühlstiefe des Ausdrucks. Daher hinterlassen ihre Interpretationen einen tiefen Eindruck beim Zuhörer.

 

Jan Adamus – Oboe

Jan Adamus gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen Interpreten der klassischen Musik. Seine Bandbreite erstreckt sich über das Oboenspiel, das Dirigieren bis zur Musikwissenschaft. Im Jahr 1977 nahm er am Wettbewerb des Prager Frühlings teil, bei welchem er den ersten Preis im Bereich Oboe gewann. Der Sieg ebnete ihm den Weg zu den bedeutendsten Podien im In- und Ausland.

Er konzertierte unter anderem im Salzburger Festspielhaus, Am Gasteig in München, in der Nürnberger Meistersingerhalle, in Spanien, Kuba, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und zusammen mit Josef Suk im Dvoøák-Saal im Prager Rudolphinum im Rahmen des Festivals Prager Frühling. Ebenfalls mit Josef Suk nahm er seine erste CD in der damaligen Tschechoslowakei auf.

Gegenwärtig widmet sich Jan Adamus auch dem Dirigieren. Er nahm Privatunterricht im Dirigieren bei Leoš Svárovský, Professor der Prager Akademie der musischen Künste (AMU). Er ist darüber hinaus auch im Bereich der Konzertorganisation tätig und seit 2013 ist er Künstlerischer Leiter des „Festivals Mitte Europa. Bayern•Böhmen•Sachsen“. Auf dem Gebiet der Musikwissenschaft erschienen von ihm bei dem Schweizer Verlag Edition Kunzelmann Oboenkonzerte von Carlo Besozzi und Joseph Reicha.

 

 

Marie Fuxová - Violine

Marie Fuxová fing unter Leitung ihrer Mutter mit dem Violinspiel an und trat schon mit elf Jahren als Solovirtuosin, begleitet von der Janáèek Philharmonie Ostrava, auf. Seit dieser Zeit bekam sie eine Reihe von Auszeichnungen: erste Preise auf dem Wettbewerb der Konservatorien der Tschechischen Republik, auf dem Internationalen Kocián Violinwettbewerb und beim Wettbewerb der Bohuslav Martinù Stiftung, von wo sie auch den Preis für die beste Interpretation des Werks von Bohuslav Martinù mit nach Hause brachte. Einen besonderen Preis erhielt sie beim Beethovenwettbewerb in Hradec nad Moravicí und beim internationalen Violinwettbewerb H.Marteau, auf Kursen im österreichischen Semmering dann den Wiener Classic Preis.

Sie absolvierte das Janáèek Konservatorium in Ostrau und die AMU in Prag. Später studierte sie bei Prof. M.Frischenschlager auf der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Ein Stipendium ermöglichte ihr im Jahr 2004 die Teilnahme an internationalen Kursen in der Meadowmount School of Music (USA). Wertvolle Erfahrungen gewann sie in Meisterkursen führender Violinisten Tschechiens und der Welt (V.Hudeèek, Ch.Avsharian, E.Perényi, R.Ricci, S.Ships u.a.).

In den Jahren 2007-2009 war sie Mitglied des Pavel Haas Quartetts, mit dem sie in den wichtigsten Prestige-Sälen der Welt konzertierte: Wiener Konzerthaus, Salzburger Mozarteum, Concertgebouw Amsterdam, Cité de la Musique Paris, Philharmonie Köln, Wigmore Hall, Carnegie Hall New York. Gegenwärtig tritt Marie Fuxová mit Solorecitalen auf, bei denen das Publikum nicht nur ihr bravouröses Geigenspiel, sondern auch die ausgeprägt gefühlvolle Darbietung schätzt. Sie ist auch Mitglied des Bayerisches Kammerorchesters.

 

Zbynek Païourek – Viola

Zbynìk Païourek studierte Violine am Pilsner Konservatorium, danach Bratsche an der AMU in Prag. Schon bald wurde er Mitglied des Kocian Quartetts, mit dem er 18 Jahre lang auftrat. Mit diesem Ensemble absolvierte er ungezählte Konzerte auf Weltbühnen von Rang und machte um die zwanzig CD-Aufnahmen, von denen einige bedeutende Preise gewannen. Das Oktett von F.Mendelssohn-Bartholdy, aufgenommen zusammen mit dem Pražák Quartett z.B. erhielt in Frankreich den Titel „Aufnahme des Jahres 2006“ und die Gesamtaufnahme der Streicherquartette P.Hindemiths gewann 1997 in Paris den Preis Charles Cross Award.

Im Jahr 2010 wurde er Mitglied des Martinù Quartetts. Innerhalb kurzer Zeit machte er mehrere CD-Aufnahmen mit dem Martinù Quartett sowohl in heimischer wie auch in ausländischer Produktion (Japan, Belgien). Er ist auch ein gefragter Pädagoge bei internationalen Kammermusikkursen.

Durch sein angeborenes musikalisches Gespür ist er ein ideales Bindeglied jedes Kammerensembles. Zbynìk Païourek wirkt seit 2003 als Pädagoge am Pilsner Konservatorium. Er spielt ein Instrument von Jean Baptiste Vuillaume aus dem Jahre 1880.

 

Jitka Vlašánková – Violoncello

Sie studierte auf der AMU in Prag bei A.Veètomov und M.Sádlo. Mit einem Studienaufenthalt in London bei W.Pleethe und Interpretationskursen in Siena, Weimar und in Los Angeles bei A.Navarra, E.Rautia und G.Piatigorský verlängerte sie ihre Ausbildung. Ihre Solokarriere entfaltete sich in vollem Maße nach dem Sieg im Beethovenwettbewerb in Hradec nad Moravicí und nachdem sie den 3. Platz auf dem internationalen Musikwettbewerb des Prager Frühlings gewonnen hatte. Auf dem P.Casals-Wettbewerb in Budapest wurde sie mit dem Preis für die beste Interpretation D.Poppers ausgezeichnet. Jitka Vlašánková arbeitete mit J.Suk und J.Hála zusammen. Sie konzertiert mit Recitalen in der Heimat und im Ausland. Außerdem tritt sie mit führenden tschechischen Streicherquartetten (Pražák, Panocha, Stamic) auf. Regelmäßig spielt sie für den Tschechischen Rundfunk.

Seit 1986 ist sie Mitglied des Martinù Quartetts. Das Ensemble konzertiert und macht Studioaufnahmen in ganz Europa, in den USA, Kanada und Japan. Unter anderem wurde das Ensemble mit dem Preis der MIDEM in Cannes 2004 für die beste CD des Jahres ausgezeichnet. Jitka Vlašánková wird in die Jury bei Wettbewerben gebeten (UNISA Pretoria, Liezen in Österreich). Ihre Interpretation ist auf die Ausgeglichenheit zwischen Spontaneität und rationaler Einstellung gegründet.

Sie spielt auf einem Violoncello Januarius Gagliano (18.Jhd).

Programm

 


Kvìta Novotná
- Klavier
Jan Adamus - Oboe
Marie Fuxová – Violine
Zbynìk Païourek
– Viola
Jitka VlašánkováVioloncello

 

W.A.Mozart Quartett für Oboe, Violine, Viola und Violoncello KV 370
1756-1791 Allegro-Adagio-Allegro
   
Antonín Dvoøák Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello op. 87
1841-1904 1. Allegro con fuoco
  2. Lento
  3. Allegro moderato, grazioso
  4. Finale. Allegro ma non troppo
   
---- Pause ----
   
Josef Suk Trio op. 2 für Klavier, Violine und Violoncello
1874-1935 Allegro-Andante-Vivace
   
Bohuslav Martinù "Quartuor" für Oboe, Violine, Violoncello und Klavier
1890-1959 Moderato poco allegro
  Adagio.Andante
  Poco allegro

 


© Jan Adamus 2008